Mödesse ist eine kleine Ortschaft der Gemeinde Edemissen im Norden des Landkreises Peine. Die Umgebung ist durch Landwirtschaft und Wald geprägt. Ein gut ausgebautes Radwegenetz verbindet Mödesse mit der Kreisstadt Peine und dem Zentralort Edemissen. Obwohl abseits der großen Verkehrswege gelegen, befindet sich unser Heimatort doch in einer regional zentralen Lage zwischen Heide und Harz, Hannover und Braunschweig. Die nur fünf Kilometer entfernte Kreisstadt Peine liegt direkt an der A2, der Bahnstrecke Hannover – Berlin und dem Mittellandkanal.
Das ehemals rein landwirtschaftlich geprägte Dorf hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte immer mehr zu einem „Wohndorf“ entwickelt. Diese Entwicklung begann, wie wohl in sehr vielen Dörfern im Westen Deutschlands, bereits nach dem zweiten Weltkrieg mit dem Zuzug vieler Vertriebener und Flüchtlinge. Ein in den letzten Jahren entstandenes, abseits der Hauptverkehrsstraße gelegenes Wohngebiet begünstigte diesen Trend. Viele junge Familien mit Kindern konnten hier ihr neues Zuhause finden. Derzeit bewegt sich die Einwohnerzahl zwischen 330 und 340 Personen. Der Mödesser Gemeinderat beschloss im Jahr 1950 das Wappen. Der hildesheimische Regierungspräsident genehmigte es im Jahr 1951. Der offizielle Begründungstext lautet wie folgt: Der Mödesser Münzfund (etwa 3000 Brakteaten) von 1890 gehört zu bedeutungsvollsten Funden seiner Art. Die etwa im Jahre 1300 in die Erde gekommenen Münzen sind vor allem Braunschweig – Lüneburgischer und Hildesheimischer Herkunft. Die Farben Blau und Gold weisen auf die frühere Zugehörigkeit des Ortes zum Herzogtum Braunschweig – Lüneburg hin.
Im Mödesser Wappen gemahnen drei Münzen unserer frühen Ahnen: Beim Pflügen in der Väter Scholle, manch Schatz sich offenbaren wolle. Das Erbe nutzt, das uns gegeben, in Fried' und Einigkeit zu leben“.
Ein Blick über Mödesse in Richtung Blumenhagen
Durch aufsehenerregende Münzfunde 1890 und 1956 machte unsere kleine Ortschaft auf sich aufmerksam und wurde in Fachkreisen bekannt. Die Münzen (Brakteaten) befinden sich im Peiner Kreismuseum.